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Starkes Schwitzen bei Übergewicht

Netdoktor24

Übergewicht kann die Ursache für verschiedenste Krankheiten und Beschwerden sein. Beim Sport z.B. sind Übergewichtige physisch häufig weniger belastbar und ermüden schneller als Normalgewichtige. Da auch das Herz-Kreislauf-System unter der Belastung leidet, geraten viele Übergewichtige bei körperlicher Anstrengung schnell in Atemnot.

Eine typische Begleiterscheinung von Übergewicht ist u.a. ein vermehrtes Schwitzen. Dieses tritt nicht nur bei Bewegung, Stress oder hohen Temperaturen auf. Auch in Ruhesituationen oder bei scheinbar harmlosen Aktivitäten wie beispielsweise beim Essen sind Schweißausbrüche nicht selten. Bei solch einem krankhaften Schwitzen spricht man von einer Hyperhidrose. Da die übermäßige Schweißproduktion vielen Betroffenen unangenehm und peinlich ist, schränkt sie Übergewichtige häufig zusätzlich ein.

Starkes Schwitzen – eine psychische Belastung

Adipositas (Fettleibigkeit) belastet den menschlichen Körper, aber auch die Psyche. Viele Übergewichtige leiden unter dem sozialen Druck von Schönheitsidealen und BMI-Empfehlungen. Wenn durch das Übergewicht auch noch die körpereigene Thermoregulation gestört ist und es zu häufigen, starken Schweißausbrüchen kommt, ist dies für Betroffene eine zusätzliche psychische Belastung. Eine klatschnasse Stirn oder Schweißflecken auf der Kleidung sind dabei noch das kleinere Übel: Tritt zusätzlich noch Schweißgeruch auf, ist dies für Betroffene besonders unangenehm. Viele Übergewichtige fühlen sich deshalb in der Öffentlichkeit unwohl und ziehen sich aus ihrem sozialen Umfeld zurück.

Aber nicht nur tagsüber, auch nachts können Schweißattacken auftreten. Neben nasser Kleidung und Bettdecken kann übermäßiger Nachtschweiß auch das Schlafverhalten stören und die im Schlaf stattfindende körperliche Erholung beeinträchtigen.

Hilfe bei Übergewicht und Schwitzen

Was hilft gegen übermäßiges Schwitzen?

Eine krankhafte, übermäßige Schweißproduktion ist schwer zu behandeln. Dennoch können Betroffene die Intensität der Schweißausbrüche selbst reduzieren, indem beispielsweise auf schweißtreibende Lebens- und Genussmittel verzichtet wird. Dazu gehören vor allem scharfe Gewürze wie Chili oder Pfeffer, heiße Suppen und Getränke sowie Alkohol.
Auch bei der Kleiderwahl ist Vorsicht geboten: Kleidung sollte möglichst locker sitzen und aus natürlichen, atmungsaktiven Materialien wie Baumwolle bestehen. Unter eng auf der Haut anliegender Kleidung ist das Schwitzen dagegen vorprogrammiert. Darüber hinaus sind Schweißflecken auf hellen Stoffen schlechter zu sehen als auf dunklen und sind deshalb zum Tragen in der Öffentlichkeit von Vorteil. Für den Sport gibt es spezielle Funktionskleidung, welche die Feuchtigkeit nach außen leiten und Schweißgeruch weniger binden. Geeignete Waschmittel, die speziell für Sportbekleidung entwickelt wurden, sind zur Reduzierung von Gerüchen besonders zu empfehlen. Um nächtliche Schweißattacken zu lindern, sollte man ebenfalls auf luftige Schlafbekleidung achten und eine leichte Bettdecke benutzen.

Bei starken Beschwerden der Hyperhidrose ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Starkes Schwitzen kann sehr viele, auch krankhafte Ursachen haben. Ein Arzt kann den Auslöser der übermäßigen Schweißausschüttung bestimmen und eine geeignete Behandlung vorschlagen.

Langfristige Hilfe: Gewichtsreduktion

Adipositas ist häufig die Ursache einer krankhaften, übermäßigen Schweißproduktion. Daher ist die Abnahme des Körpergewichts die erste Maßnahme, um eine Hyperhidrose zu behandeln. Bei starkem Übergewicht sollte vor einer Diät ein Arzt hinzugezogen werden.